Truhencase
Ein Case mit hohem Boden und flachem Deckel bezeichnet man als Truhencase. Truhen haben häufig Trennwände, die auch durch Einschub in Nuten flexibel sein können. Auch eine Bauform als Aktenkoffer entspricht in den Grundzügen einer kleinen Truhe. Truhen gibt es mit aufstellbarem (Scharnier)-Deckel oder mit abnehmbarem Deckel.
Haubencase
Ein Case mit flachem Boden und hohem Deckel bezeichnet man als Haubencase. Diese Bauart eignet sich immer dann, wenn das zu transportierende Gut für die Entnahme aus einer (tiefen) Truhe zu schwer oder zu sperrig wäre. Damit kann z. B. ein transportiertes Gerät während des Gebrauches in der flachen Bodenschale verbleiben.
Ansonsten ähneln sich Truhe und Haube in der Ausstattung.
19″ Racks oder Studio Racks
Schränke werden meist als 19″-Racks gebaut. Häufig ist nicht bekannt, dass es Flightcases in Schrank-Bauform nicht nur als Racks gibt. Schränke gibt es jedoch auch in Form von Schubladenschränken oder einfach nur mit Fachböden. Bei der großen Flexibilität der Produkte gibt es natürlich auch Kombinationen der verschiedenen Unter-Bauarten.
Für das Aufbewahren und Transportieren von Geräten im standardisierten Rack-Format werden im mobilen Einsatz in der Regel Flightcases verwendet. Diese Flightcase-Racks gibt es mit einem oder zwei abnehmbaren Deckeln (vorne und hinten), die etwa das Ausführen von Kabeln erlauben. Man bezeichnet sie als Singledoor- oder Doubledoor-Rack.
Solche Racks haben den Vorteil, dass die meist eingeschraubten 19″ (siehe Zoll bzw. Inch) breiten Geräte (Normmaß) für den mobilen Betrieb nicht ein- und ausgepackt werden müssen, sondern im Case verbleiben können.
Die Höhe eines Racks wird in Höheneinheiten (HE) gemessen. Eine Höheneinheit entspricht 1,75″ = 4,45 cm.
Häufiger Anwendungsfall ist der Transport von mehreren vorverkabelten Effektgeräten in der Tontechnik in einem Rack, das schnell aufgestellt und in Betrieb genommen werden kann (z. B. das sogenannte Siderack, das an der Seite des Mischpultes seinen Platz hat).
L-Rack oder Winkelrack
Als Spezialfall könnte man das sogenannte L- oder Winkelrack bezeichnen. Hier werden vom Flightcase zwei oder drei im 90°-Winkel verbundene Seiten abgenommen, sodass man die Ober- und Vorderseite bedienen kann (z. B. oben Mischpult, vorne Effektgeräte).




