Flightcases werden aus beschichtetem Multiplexholz mit vernieteten Kanten aus Aluminium-Profilen und Stahl-Kugelecken gebaut. Die Deckel werden meist von mehreren sogenannten Butterfly-Verschlüssen gehalten (stabiler Zug- und Drehmechanismus). Butterflys und Klapptragegriffe sind zum Schutz vor Beschädigung in Einbauschalen montiert und stehen nicht über. Häufig haben größere Flightcases festmontierte Rollen, die den Transport erleichtern. Im allgemeinen werden blaue 100 mm Lenk-Rollen mit weicher Lauffläche eingesetzt. In der Veranstaltungsbranche werden diese Bluewheels genannt. Es gibt jedoch auch stärker belastbarere Rollen, z. B. 125 mm Greenwheels der gleichen Bauart oder Schwerlastrollen mit Alu-Radkörper und Hartkunststoff-Laufflächen. Im allgemeinen werden ungebremste Lenkrollen eingesetzt, in den letzten Jahren werden häufig jedoch 2 Rollen in vollgebremster Ausführung (Bremse blockiert Rad & Lenkung) montiert. Flighcases werden oft auf den zu transportierenden Inhalt optimiert und nach Maß angefertigt. Für weit verbreitete Geräte (z. B. Mischpulte, Keyboards, Gitarren Combos, PAR-Scheinwerfer, Moving-Head-Scheinwerfer, Plasma-, LED- und TFT-Bildschirme, PA-Boxen) werden auch vorproduzierte Cases angeboten.
Kunststoff Cases
In letzter Zeit gibt es vermehrt leichtgewichtigere Versionen aus Kunststoff.Eine weitere Variante ist der Bau von Cases ohne Aluminiumprofile. Diese Bauart ist zwar kostengünstiger und einfacher herzustellen, da die teuren Aluminiumteile entfallen, bringt jedoch entscheidende Nachteile mit sich. Um eine hohe Stabilität zu erreichen werden Sperrhölzer ab einer Stärke von 15 mm verwendet, die ggf. mit Filzteppich bespannt werden. Diese haben ein sehr hohes Eigengewicht. Zudem ist solch ein Case nicht so stabil wie ein richtiges Flightcase.
